Hund oder Katze?

An den kleinen Tierfreund,

ich hab´ nix gegen Katzen, ehrlich. Ich kenn die Biester gar nicht und eigentlich sind sie mir auch egal. Bei Gesundheitsproblemen soll man aus so´m Katzenfell nen prima Nierengurt machen können.

Ich höre nur immer wieder diesen Spruch:

"Hunde haben einen Besitzer - Katzen haben Angestellte"

Was soll das bedeuten? Das die Katzenviecher schlauer sind als ich? Was soll daran falsch sein, wenn ich Chef den Ball wiederbringe, den er weggeworfen hat (er selbst würde ihn ohnehin nicht wiederfinden). Katzen sind derart arrogant, dass sie nie etwas zurückholen würden. Ich hab´ gewissen Respekt vor diesen Fellträgern, da sie mE nur eine wahre Eigenschaft haben: sie sind mordlustig. Ich hab´ mal gesehen, wie so´n Zwergtiger ne Maus gefangen hat und den Langschwanz erst noch 5 Minuten wie ein Gladiator gequält hat, bevor der finale Todesbiss kam. Ich selbst hab auch gegen Mäuse nix, weiß aber wo die Fallen stehen. Da wollte ich letztens ne Maus retten und sie einfangen ....... blöd nur, die gehen ganz schnell kaputt ...... sorry.

Ich hab´ was zu dem Thema bei STEINS WOCHE gelesen (übrigens empfehlenswert, weil häufig ganz lustig....... also Herr Stein schreibt:

„Auszüge aus dem Tagebuch eines Hundes“

7:00 Uhr – Boah! Gassi gehen! Das mag ich am liebsten.
8:00 Uhr – Boah! Fressi! Das mag ich am liebsten.
9:30 Uhr – Boah! Eine Spazierfahrt! Das mag ich am liebsten.
9:40 Uhr – Boah! Im Auto pennen! Das mag ich am liebsten.
10:30 Uhr – Boah! Eine Spazierfahrt! Das mag ich am liebsten.
11:30 Uhr – Boah! Heimkommen! Das mag ich am liebsten.
12:00 Uhr – Boah! Die Kinder kommen! Das mag ich am liebsten.
13:00 Uhr – Boah! Ab in den Garten! Das mag ich am liebsten.
16:00 Uhr – Boah! Noch mehr Kinder! Das mag ich am liebsten.
17:00 Uhr – Boah! Fressi! Das mag ich am liebsten.
18:00 Uhr – Boah! Mein Herrchen! Das mag ich am liebsten.
19:00 Uhr – Boah! Stöckchen holen! Das mag ich am liebsten.
21:30 Uhr – Boah! In Frauchens Bett schlafen! Das mag ich am liebsten.

Auszüge aus dem Tagebuch einer Katze:

Tag 2983 meiner Gefangenschaft. Meine Wärter versuchen weiterhin, mich mit kleinen Objekten an Schnüren zu locken und zu reizen. Ich habe beobachtet, wie sie sich den Bauch mit frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir nur zerstampfte gekochte Reste von toten Tieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen.

Die einzige Hoffnung, die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht.

Währenddessen erlange ich Genugtuung, indem ich das ein oder andere Möbelstück zerkratze. Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen. Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch Schleichen zwischen den Beinen zu Fall zu bringen und ihn dadurch zu töten. Ich muss einen günstigen Moment abpassen, zum Beispiel wenn er sich auf der Treppe befindet.

Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten, zwang ich Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel heraus. Das nächste Mal ist das Bett dran. Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen mörderischen Fähigkeiten einzuflößen, ist auch gescheitert. Sie haben mich nur gelobt und mir Milchdrops gegeben. Was wiederum gut ist, weil mir davon schlecht wird.

Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für die Dauer deren Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt. Ich konnte hören, wie sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer „Allergie“ eingesperrt wurde. Ich muss lernen, wie ich diese Technik perfektionieren und zu meinem Vorteil nutzen kann.

Die anderen Gefangenen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten. Der Hund wird oft frei gelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend zurück. Er ist offensichtlich nicht ganz dicht. Der Vogel dagegen ist garantiert ein Spion. Er spricht oft und viel mit den Wärtern. Ich glaube, dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet. Da er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran. Aber ich habe Zeit. Mein Tag wird kommen…

Sag ich doch, die Katzen sind bösartig.

Also Freunde aufpassen. Nicht das EHEC-Virus ist gefährlich (nach Vogel- und Schweinegrippe musste das Robert Koch Institut wohl was neues erfinden, damit die Journalisten irgendwas ins Sommerloch kippen können.....Horrorgurken greifen an)sondern eure Muschi Minka, oder wie immer sie heißt.

So long

Willi



Eingestellt am 27.05.2011
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